Nachhaltigkeit

Silvesterfeuerwerk

2018 hat sich in unseren Gemeinden die sog. ABA gegründet – die Anti-Böller-Aktion. Sie arbeitet eng mit dem Lokalen Agenda 21-Arbeitskreis „Fairer Lebensstil“ zusammen. Unser Anliegen ist es, private Silvesterfeuerwerke zu beschränken, wenn nicht sogar in Zukunft abzuschaffen. Es gibt zahlreiche Gründe dafür:

1. Der Umweltschutz
Wer denkt beim Silvesterfeuerwerk an unsere Luft? Sie ist unser wichtigstes Lebensmittel, aber ihre Qualität treten wir mit Füßen. Ohne Silvesterfeuerwerk ginge es unserer Luft entschieden besser: Laut Umweltbundesamt entstehen in Deutschland rund 5.000 Tonnen Feinstaub allein in der Silvesternacht – mehr als 10% der Jahresmenge aus dem Straßenverkehr. Noch dazu sind die technischen Möglichkeiten der Böller und Raketen in den letzten Jahren erheblich erweitert worden und führen zu immer intensiveren Knall- und Feuerwerksschädigungen.
Aus dem zurückbleibenden Müll gelangen giftige Substanzen in die Umwelt. Außerdem werden unsere Steuergelder ‚verschwendet‘ durch die erhöhten Entsorgungsaufwendungen unserer Gemeinde.

2. Soziales
Jahrein-jahraus amüsiert sich lediglich ein Teil der Bürger. Die anderen Menschen fühlen sich hilflos den massiven Einwirkungen ausgeliefert, z.T. mit erheblich schädigenden Folgen. Wem es möglich ist, der flüchtet in stillere Gegenden. Die anderen müssen leiden. Zu Silvester werden weit mehr als 100 Millionen Euro in Deutschland vergeudet – wie viel Gutes ließe sich damit bewirken. Stichworte: Brot statt Böller – Brot für die Welt.

3. Tierschutz
Um die Jahreswende erleiden Tiere große Qualen, aber viele Menschen kümmern sich nicht darum. Haus- und Nutztiere geraten in Panik, sie haben keine Fluchtmöglichkeiten. Wildtiere hetzen kreuz und quer durch Wald und Feld bis zur völligen Erschöpfung. Vögel werden aus dem Schlaf gerissen und flüchten hoch in den Nachthimmel. Alle vergeuden dabei kostbarste Energiereserven für das Überleben im Winter. Viele Tiere sterben noch in der Silvesternacht.

Insgesamt ist zu sagen:
Ein Umdenken wäre wirklich angebracht und zeitgemäß. Ein Blick in sowohl benachbarte wie auch ferne Länder zeigt, dass es problemlos auch anders geht. Wir sollten in unseren Gemeinden zumindest auf die reinen Böllereien unbedingt verzichten und die Raketen keinesfalls zünden in kleinen Straßen, in Privatgärten, auf naturbelassenen Flächen sowie in sämtlichen Wäldern und an den Waldrändern.
In manchen Gemeinden gibt es auch ein, auf welche Art auch immer, zentral verwaltetes Feuerwerk, welches späterhin sämtliche privaten Einzelfeuerwerke ersetzen sollte – bis schließlich dieser schädliche Brauch ganz abgeschafft werden kann. Übrigens gibt es weltweit zunehmend als Alternative eine Lasershow.

Dieses Jahr ist der Verkauf von Feuerwerksartikeln erstmalig verboten worden.

Wir Alle werden eine besondere Erfahrung machen!

Gerne können Sie uns Ihre Erfahrung mitteilen.
Wir sind gespannt!

Bis zu 45% Förderung bei Heizungserneuerung mit Erneuerbaren Energien

Das neue Förderprogramm der Bundesregierung fördert Heizungserneuerungen mit bis zu 45% wenn auch Erneuerbare Energien genutzt werden.

Heizungserneuerung
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bfa) fördert die Gesamtaufwendungen mit einem einfach zu beantragenden Zuschuss. Wird z. B. eine Gas-Heizung erneuert und mit einer Solaranlage kombiniert, wird die gesamte Investition mit 30% gefördert. Wird dabei die Heizung von Öl auf Gas umgestellt, erhöht sich die Förderung sogar auf 40%. Interessant ist, dass auch Kosten für notwendige Bauarbeiten und Entsorgung (z. B. des Öltanks) mitgefördert werden. Auch Heizungsanlagen, die bereits mit einer förderfähigen Solaranlage ausgestattet sind, können die Förderung bekommen. Wird die Heizung komplett auf Erneuerbare Energien umgestellt, z. B. mit Pellet Kessel, beträgt die Förderung sogar 45%.

Umstellung auf Fernwärme
Auch die Umstellung einer bestehenden Heizung auf Fernwärme wird unterstützt. Hier beträgt die Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) 20%.

Förderung von Thermischen Solaranlagen ohne Heizungserneuerung
Soll eine bestehende Heizung nur durch eine Solaranlage ergänzt werden, beträgt die Förderung 30% auf die Investitionskosten. Dies gilt auch für kleine Solaranlagen die nur für die Warmwasserversorgung bestimmt sind.

Kostenlose Beratung durch die Agenda21
Für weitere Informationen oder eine Beratung vor Ort wenden Sie sich an Ihren Heizungsbetrieb oder auch an die Agenda21 Ottobrunn-Neubiberg.
Tel.: 0163 - 2707987
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Die Hecke lebt

  

In Zeiten von Artensterben und Klimawandel leisten lebendige Hecken aus heimischen Gehölzen in unseren Gärten einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz. Denn naturnahe Hecken sind Lebensraum für zahlreiche Insekten, Vögel, heimische Kleinsäuger und Amphibien. Ihre Blätter, Früchte und Blüten dienen als Nahrung, ihr Geäst als Nist- und Brutstätte und als Unterschlupf.

Allein der Schwarze Holunder bietet zweiundsechzig Vogelarten eine Nahrungsquelle. Die Pollen von Kornelkirsche und Hasel sind die erste Stärkung für Bienen nach dem Winter. Vögel nisten gerne in Heckenrosen und dichten Sträuchern mit Dornen, die Schutz vor Katzen und anderen Feinden bieten. Eichhörnchen stärken sich mit den Nüssen der Hasel und mit den Beeren der Eberesche.

Lebensraum und Überwinterungsmöglichkeit für Tiere und Insekten kann zusätzlich geschaffen werden, wenn das Laub unter der Hecke liegen bleibt und wenn Totholz unter der Hecke gestapelt wird. Im langsam verrottenden Laub und Totholz finden sich unzählige Käfer, Asseln und Würmer, die Nahrung sind für Igel und Vögel. Zu Haufen geschichtetes Laub unter der Hecke, bietet Überwinterungsmöglichkeiten für Igel oder Erdkröten.

Neben Lebensraum und Nahrungsquelle haben Hecken noch weiteren ökologischen Nutzen. Sie bringen Schatten und geben kühlende Feuchtigkeit an die Umgebung ab, sie tragen zur Staubreduktion und Lärmminderung bei.

Genug überzeugende Argumente also für Gartenbesitzer, heimische Heckengehölze zu pflanzen. Und außerdem: Wer freut sich im Frühsommer nicht über den Anblick von blühenden Heckenrosen und über den Geruch von Liguster und Weißdorn? Und wer möchte im Herbst auf das Farbenspiel von Hainbuche und Hartriegel und auf die leuchtende Kraft von Hagenbutten verzichten?

Fazit: Mit einer Hecke aus heimischen Gehölzen lässt sich ein richtiges Kleinbiotop im Garten gestalten, an dem sich Mensch und Natur erfreuen.

Empfehlenswerte heimische Gehölze sind die Kornelkirsche, die Berberitze, der Gemeine Schneeball, die Eberesche, der Zweigriffelige Weißdorn, die Hasel, die Rote Johannisbeere, Hagebutten tragende Wildrosen, der Hartriegel, Brombeeren und die Eibe.

Information zur Hecke gibt es auf der Homepage des Ottobrunner Agenda 21 Arbeitskreises Natur und Landschaft http://www.agenda21-ottobrunn-neubiberg.de/index.php/natur-landschaft.