Gründung: Februar 1999, Anschluss Neubibergs 2002
Aktive: ca. 50
Auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro haben über 170 Staaten weitreichende Beschlüsse zur langfristigen und dauerhaften Bewahrung der Lebensgrundlagen gefasst, für deren Umsetzung ein umfassendes Aktionsprogramm – die Agenda 21 – erarbeitet wurde, das von der globalen bis zur lokalen Handlungsebene wirksam werden soll. Allein in Bayern sind seitdem in über 700 Kommunen Ortsgruppen der lokalen Agenda 21 entstanden. Nach längeren Vorarbeiten des Umweltbeirats in Ottobrunn gründeten im Februar 1999 150 Bürgerinnen und Bürger die Agenda 21, der sich im Jahr 2002 auch Neubiberg anschloss. Die Gemeinderäte der beteiligten Kommunen bekennen sich gemäß dem von der Agenda 21 verlautbarten Motto „global denken – lokal handeln“ zu den in Rio de Janeiro formulierten Zielen und nehmen Anregungen des parteifreien, überkonfessionellen Aktionsgremiums für Umweltschutz, Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit in partnerschaftlicher Zusammenarbeit gerne auf.
Leitgedanke der bürgerschaftlichen Initiative ist es, das Konzept der „Nachhaltigkeit“ auf sämtliche Bereiche gemeindlicher Planung und Entwicklung zu übertragen und somit ökonomische, soziale und ökologische Aspekte in ihren komplexen Zusammenhängen zu betrachten. Hierbei gibt es vielfach Aufgabenstellungen, deren Lösung aufgrund der engen räumlichen und strukturellen Vernetzungen und Abhängigkeiten nur gemeindeübergreifend erarbeitet werden kann. Dies war einer der Gründe für den Zusammenschluss zum „Forum Agenda 21 Ottobrunn-Neubiberg“ mit derzeit sieben Arbeitskreisen (AKs): Der AK Energie und Klima initiierte bereits die Errichtung mehrerer Solaranlagen (Fotovoltaik und thermische für Warmwasser und Heizungsunterstützung) sowie Blockheizkraftwerke in der Umgebung, der AK Kinder und Jugend setzt sich für eine demokratische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in den Gemeinden ein, initiiert und begleitet Spielplatzpatenschaften und unterstützt die Weiterentwicklung einer geeigneten Infrastruktur für ihre Zielgruppe , der AK Barrierefreies Ottobrunn gibt Anstöße zur Beseitigung von Barrieren in der gemeindlichen Infrastruktur, er erstellt und aktualisiert einen Ortsführer für Menschen mit Behinderungen, der AK Natur und Landschaft engagiert sich für naturnahe Landschaftsgestaltung und gegen die zunehmende Bodenversiegelung, der AK Ortsentwicklung und Verkehr wirbt für Verbesserungen beim Fuß-, Fahrrad- und Öffentlichen Nahverkehr sowie für Nachhaltigkeit in der Ortsentwicklung, im Zentrum des AK Lebensstile und Konsumverhalten steht die Frage der sozialen und ökologischen Verträglichkeit und ggf. der Anstoß von notwendigen Veränderungen unseres Verhaltens , er veranstaltet auch Diskussionen und Ausstellungen zu Globalisierungsthemen und schließlich der Arbeitskreis Koordination und Kommunikation beschäftigt sich mit Öffentlichkeitsarbeit auf verschiedenen Wegen, u. a. mit der Information der Presse und mit dem Internet-Auftritt. Sämtliche Arbeitskreise treffen sich regelmäßig, die Termine sind sowohl über Internet abrufbar als auch der Tagespresse zu entnehmen.
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