Hörbehinderung

Es gibt bundesweit ca. 13,3 Millionen Menschen mit Hörbehinderung (20% der erwachsenen Bevölkerung). Die Dunkelziffer ist hoch, da viele Menschen aus Angst vor Nachteilen, z. B. am Arbeitsplatz, ihre Hörbehinderung verschweigen.

Die Eingliederung von behinderten Menschen in die Gesellschaft ist eine wichtige Aufgabe. Hörbehinderte Menschen brauchen Höranlagen, damit sich nicht benachteiligt sind.

Benutzer von Hörgeräten klagen oft über eine schlechte Sprachverständlichkeit, wie beispielsweise an Orten mit lauten Hintergrundlärm und langem Nachhall. Zudem können Hörgeräteträger mit zunehmender Distanz zum Sprechenden die Richtung der Schallquelle kaum mehr erkennen. Akustische Kommunikation ist einfacher bei kleineren Distanzen.

Deshalb regt unser Arbeitskreis den Einbau von Induktionsschleifen in den öffentlichen Veranstaltungsräumen an.

Welche Räume sollen ausgestattet werden?

  • Alle Veranstaltungsräume im Wolf-Ferrari-Haus
  • Alle Veranstaltungsräume im Haus der Senioren
  • Von der VHS genutzte Räumlichkeiten, sofern erforderlich

Der Ton wird über Funk an einen geeigneten Empfänger übertragen. Die Hörbehinderten hören den Ton über eine induktive Übertragung direkt zum Hörgerät. Diese wandelt die vom Mikrofon aufgenommene Sprache in ein magnetisches Feld um. Dies wird von der T-Spule des Hörgeräts empfangen und in ein Tonsignal zurück transformiert.

Diese Technik ermöglicht es Hörgeschädigten, unabhängig von eventuellem Störschall, innerhalb der Schleife durch Umschalten der Hörhilfe auf "T" störungsfrei zu hören.

Die Induktionsschleifen können in kleinen Räumen im Bereich der Sockelleiste verlegt werden. Dies ist kostengünstig, da kein größerer baulicher Aufwand erforderlich ist. Im großen Ratssaal besteht gegebenfalls die Möglichkeit einen Teilbereich auszustatten. Dieser Bereich ist entsprechend zu kennzeichnen.

Die Empfängergeräte können variabel sowohl von der VHS als auch von anderen Mietern und Veranstaltungsanbietern genutzt werden. Es ist erforderlich, dass alle Vortragenden und Disskusionsteilnehmer in ein Mikrofon sprechen. Nur damit ist eine gute Verständigung mit Hörgeschädigten möglich.

Folien